Mittwoch, 12. Dezember 2012

Titellos

Ich habe hier grade echt lange gesessen und über einen Titel nachgedacht, aber mir fällt nichts ein, was die letzten zwei Monate passend zusammen fassen würde...
Erstmal bin ich wohl auch alles meinen Lesern eine Entschuldigung schuldig, da ich mich so lange nicht gemeldet habe... Ich habe auch nicht mal einen triftigen Grund dafür. Es ist nur nicht soo viel passiert, dass ich den einzelnen Sachen einen Post hätte widmen wollen, wobei es jetzt dann doch wieder so viel ist, dass ich nicht weiß, wie ich das alles in einen packen soll, geschweige denn, womit ich anfangen soll (ihr denkt jetzt bestimmt alle "selber Schuld!").

Hier bei meiner Familie in Warrenton, VA geht es mir jeden Falls noch sehr gut. Ich verstehe mich sehr gut mit meiner Gastmutter, auch wenn ich jedes Mal, wenn ich auf andere Au Pairs hier aus der Gegend treffe gefragt werde, ob es mir auch gut geht hier. Die zwei vorherigen Au Pairs, die meine Gastfamilie hatte (beide endeten im Rematch) haben wohl nicht so tolle Sachen über meine Gastfamilie erzählt. Um nur mal ein Beispiel zu nennen: Das Au Pair, was vor mir da war, war nicht so gut im englischen und ist wohl des öfteren nicht zur Arbeit erschienen und dann meinte meine Gastmutter. dass sie sie feuern (in englisch "to fire") würde. Daraufhin ist dann wohl das Au Pair losgezogen und hat jedem erzählt, dass meine Gastmutter angedroht hätte sie zu erschießen... Und das ist nur ein Beispiel. Ich kann mich aber nicht beklagen und komme mit meiner Gastmutter sehr gut klar und auch mit den Kindern ist alles gut.

unsere Kunstwerke
Um mal zu den etwas interessanteren Ereignissen zu kommen, berichte ich mal von meiner Erfahrung mit dem Hurricane Sandy. Auch wenn die weitaus weniger schlimm waren, als wenn ich noch in Mt. Kisco gewesen wäre. Hier hatten wir einen Tag seehr starken Regen und Wind, sodass die Kinder auch keine Schule hatten. Meine Gastmutter und ich haben einfach einen "pumkin-day" drauß gemacht und sind mit den Kindern los, Kürbisse kaufen, die aushölen und haben dann Pumpkinpie gemacht. Den ganzen Tag meinte meine Gastmutter schon, dass sie Angst hätte, dass der Strom ausgehen würde und tatsächlich gegen 6 Uhr abends (Dinner hatte grade fertig gekocht) gehen alle Lichter aus und wir hatten ein Dinner bei Kerzenschein bevor wir alle für 3 Tage (bis der Strom wieder kam) zu dem Freund meiner Gastmutter gezogen sind. Das waren 3 sehr abenteuerliche Tage, es war nämlich genau über Halloween, was bei unseren Kindern leider ausgefallen ist. Meine Gastmutter hatte nämlich keine Lust darauf und hat den Kindern dann einen "Dea" von 8 großen Schokoladentafeln angeboten, wenn sie nicht rausgehen wollen zum "Trick or Treat".

Ich und die Kinder vor den Niagarafällen
Die nächste interessante Sache die mir einfällt wäre Thanksgiving, was ich dieses Jahr mit meiner Gastfamilie in Kanada, bei den Eltern meiner Gastmutter verbracht habe. Wir sind mit dem Auto hingefahren und die Fahrt war weitaus angenehmer als befürchtet. Die Tage in Kanada waren auch sehr schön, mit vielem guten Essen. Auf der Rückfahrt sind wir noch bei den Niagarafällen vorbei gefahren und es war sehr beeindruckend die zu sehen, auch wenn es an dem Tag leider sehr nebelig war, sodass ich leider nicht allzu viel wirklich gesehen habe :D

Das Wochenende vor letztem (sprich das erste im Dezember) habe ich einen Wochenendkurs in Baltimore gemacht, sodass ich jetzt mit meinem ganzen Collegekram fertig bin und mich darum nicht mehr kümmern muss.

Sonst habe ich hier schon ein paar nette andere Au Pairs kennen gelernt, auch wenn keines hier aus Warrentin direkt kommt, aber das ist schon ok. Zwei der Wochenenden, an denen ich hier war, war eine gute Freundin meiner Gastmutter mit ihren zwei Kindern und ihrem deutschen Au Pair hier, und die Wochenenden waren immer sehr spaßig.

Jetzt weiß ich auch schon gar nicht mehr, was ich alles berichten soll, weil hier wirklich nicht allzuviel spannendes passiert... Ich mache viel mit meiner Gastmutter in der Zeit wo ich nicht arbeite, weil sie ja auch nicht wirklich arbeitet und dann verbringen wir viel Zeit beim einkaufen oder bei irgendwelchen Aktivitäten von den Kindern in der Schule.

Nächstes Wochenende werde ich nach NYC fahren, um mir den Weihnachtsbaum vorm Rockefeller Center anzu gucken und darauf freue ich mich schon sehr, da ich es doch schon ziemlich vermisse, so nah an NYC zu wohnen und immer die Möglichkeit zu haben "mal grade" hinzufahren. (aber dem war ich mir ja schon vor dem Matchen bewusst, also kann ich mich jetzt nicht beschweren).

Ich hoffe, der nächste Eintrag wird nicht allzulange auf sich warten lassen, aber nach dem Wochenende habe ich hoffentlich viel zu berichten.

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